Chido Frechen – Ramen, Sushi und ganz viel Herz
Asiatische Küche in Frechen, die überrascht
Frechen ist nicht der erste Ort, an dem ich gutes asiatisches Essen erwarten würde, das mich überrascht. Aber genau das ist passiert. Ein Freund hatte das Chido erwähnt – irgendwo zwischen "du fährst extra dafür raus" und "wirklich, ich meine es ernst". Ich war skeptisch genug, um es erst zweimal zu vergessen, und dann neugierig genug, um es doch auszuprobieren.
Das Restaurant ist kleiner als erwartet. Kein überdimensionierter Asia-Palast, kein All-you-can-eat-Banner im Fenster. Ruhige Atmosphäre, durchdachtes Ambiente, Speisekarte auf der man länger liest als auf anderen. Ich habe die Ramen-Suppe genommen, weil mein Freund gesagt hatte: "Fang damit an."
Die Brühe war der Moment, der alles entschieden hat. Klar, tief, mit einer Komplexität, die man sofort erkennt. Das ist keine Pulverbrühe. Das ist etwas, das Zeit gebraucht hat. Die Noodles bissfest, das Ei mit dem orangefarbenen Dotter, das Fleisch weich bis auf die Faser. Die Ramen-Suppe war nicht nur gut – sie hat mir gezeigt, was bei Ramen eigentlich gut bedeutet.
Das Sushi habe ich beim zweiten Besuch probiert. Frisch, klar portioniert, kein Überfluss. Man merkt, dass hier jemand am Werk ist, dem die Qualität der Zutat wichtiger ist als die Anzahl der Teile auf dem Teller. Das ist inzwischen mein persönlicher Maßstab für gutes Sushi.
Das Chido ist einer meiner regelmäßigen Stops geworden. Nicht wegen eines besonderen Anlasses, sondern weil ich weiß: Wenn ich hinfahre, stimmt das Essen. Das ist seltener als man denkt – und mehr wert als jede Trendadresse in der Innenstadt.