Mammutmarsch 2017 in Wuppertal – 100 km in 19 Stunden
Ab Kilometer 60 allein durch die Nacht
Wuppertal. Die Strecke in Deutschland mit den meisten Höhenmetern. 100 Kilometer. 24 Stunden. Zu Fuß. Mein erster Mammutmarsch – und eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens.
Das Leiden beginnt
Die ersten 40 Kilometer liefen gut. Zu fünft in unserer Gruppe, guter Rhythmus, gute Stimmung. Dann fing das Leiden an. Die Höhenmeter in Wuppertal sind brutal – es geht ständig rauf und runter, ohne Erholung.
Ab Kilometer 60: allein
Ab Kilometer 60 war ich alleine unterwegs. Die Gruppe hatte sich aufgelöst, jeder kämpfte sein eigenes Rennen. Alleine durch die Nacht zu marschieren – das war eine krasse Erfahrung. Nur du, die Strecke und deine Gedanken.
Geschafft: 19 Stunden
100 Kilometer. 19 Stunden. Ich habe es geschafft. Am Ziel angekommen mit Blasen an den Füßen, Schmerzen in den Beinen – aber mit einem Gefühl, das sich schwer beschreiben lässt.
Was bleibt
Mental absolut Gold wert. So eine harte mentale Belastung prägt einen dauerhaft. Man lernt, dass der Körper viel mehr aushält, als der Kopf einem weismachen will. Diese Erkenntnis nehme ich in jeden Bereich meines Lebens mit.