Megamarsch 100 km in Köln – mein Erfahrungsbericht
Bei Kilometer 65 war Schluss. Trotzdem kein Scheitern.
Nach mehreren Mammutmärschen dachte ich, ich wüsste, worauf ich mich einlasse. Der Megamarsch in Köln hat mich eines Besseren belehrt.
Organisatorisch war alles solide: gute Streckenführung, klare Markierungen, genug Verpflegungsstationen. Das Team dahinter weiß, was es tut. Ich bin voll motiviert gestartet, mit Trainingshintergrund und dem festen Ziel, die 100 km durchzuziehen.
Bei Kilometer 65 war dann Schluss. Am dritten Verpflegungspunkt musste ich aussteigen. Die Kombination aus Ermüdung, Wetter und mentaler Belastung hat mich erwischt. Kein schöner Moment. Aber ich sehe es nicht als Scheitern. Eher als Erfahrungswert. Manchmal sagt der Körper einfach nein, und dann ist es klüger zuzuhören als sich durchzuquälen.
Was bleibt: Die Stimmung entlang der Strecke war großartig. Helfer, Zuschauer, Mitwandernde – das pusht dich mehr, als du vorher denkst. Und die Erkenntnis, dass meine Vorbereitung gezielter sein muss. Längere Belastungsabschnitte trainieren, mentale Stärke aufbauen, Reserven besser einteilen. Der nächste Marsch kommt bestimmt.