Serengeti Park Hodenhagen – Safari im nashorn-grauen Auto
Wenn ein Nashorn dein Auto für einen Artgenossen hält
Serengeti Park Hodenhagen. Klingt nach Afrika, liegt aber in Niedersachsen. Und trotzdem: Wenn du mit dem eigenen Auto zwischen freilaufenden Nashörnern, Giraffen und Zebras durchfährst, vergisst du für einen Moment, dass du irgendwo zwischen Hannover und der Nordsee bist.
Das Auto war das Problem
Unser Auto ist groß. Und grau. Nashorn-grau, um genau zu sein. In etwa auch nashorn-groß. Was im Alltag völlig egal ist, wird im Serengeti Park plötzlich zum Thema – wenn ein echtes Nashorn auf der Straße steht und dein Fahrzeug offenbar für einen Artgenossen hält.
Es kam näher. Gemütlich, aber bestimmt. Hat das Auto begutachtet, beschnuppert – und dann tatsächlich mit dem Horn auf der Nase gegen die Fahrertür getippt. Nicht aggressiv, eher neugierig. Aber eine kräftige Beule hat es trotzdem in die Tür gedrückt. Kurzer Schreckmoment, dann: Stille. Dann: Gelächter. Die Kinder im Rücksitz hatten den Spaß ihres Lebens. Und ehrlich? Mir war die Beule jede Sekunde wert. Das war kein Zoobesuch hinter Glas – das war echt.
Direkt zwischen den Tieren durch
Das Konzept ist simpel und genial: Du fährst mit deinem eigenen Auto mitten durch die Wildgehege. Keine Zäune zwischen dir und den Tieren, nur dein Blech und eine Scheibe Glas. Löwen, Elefanten, Affen, Antilopen – alles direkt neben der Straße, manchmal auf der Straße, manchmal auf deinem Auto.
Wer das nicht will, kann eine geführte Tour buchen. Bus, Erklärung, geplante Route. Aber ehrlich: Mit dem eigenen Wagen durch die Safari zu rollen, das Fenster einen Spalt offen, den Motor leise – das hat was. Du bestimmst das Tempo, du entscheidest, wo du anhältst. Und du bist dem Ganzen so nah, wie es eben geht, ohne auszusteigen.
Safari-Feeling auf Niedersächsisch
Der Serengeti Park ist größer, als ich erwartet hatte. Mehrere Areale, verschiedene Tiergruppen, dazu ein Freizeitpark-Teil mit Fahrgeschäften und Shows. Für einen Tagesausflug reicht ein Besuch kaum – man kommt immer irgendwo zu kurz.
Was bleibt: Eine Beule in der Fahrertür, die kein Lackierer der Welt reparieren muss. Die Stille im Wagen, als ein Löwe zehn Meter neben uns im Gras lag. Und die Erkenntnis, dass Abenteuer nicht immer einen Langstreckenflug brauchen. Manchmal reicht eine Fahrt nach Niedersachsen – und ein Nashorn, das dein Auto für einen Kumpel hält.